Auf einen Blick

Der Kongress Ganztagsschule ist das führende Bildungsforum in Deutschland, das Lehrkräfte, Schulleitungen und Bildungsverantwortliche aus dem gesamten Bundesgebiet zusammenbringt. Jährlich werden hunderte Workshops, Vorträge und Diskussionsrunden zu Themen wie Inklusion, Digitalisierung und Schulentwicklung angeboten. Die Konferenz Schulentwicklung liefert praxisnahe Impulse, die sich direkt im Schulalltag umsetzen lassen. Wer Bildung aktiv mitgestalten möchte, kommt an diesem Kongress nicht vorbei.

Was ist der Kongress Ganztagsschule?

Der Kongress Ganztagsschule ist die bedeutendste Fachkonferenz für ganztägige Bildung und Betreuung in Deutschland. Seit seiner Gründung hat er sich zu einem unverzichtbaren Treffpunkt für alle entwickelt, die Schule nicht nur verwalten, sondern wirklich gestalten wollen. Lehrkräfte, Schulleiterinnen und Schulleiter, Sozialpädagoginnen, Bildungspolitikerinnen und Wissenschaftler – sie alle finden hier eine gemeinsame Plattform.

Was macht diesen Kongress so besonders? Ganz einfach: Er verbindet Theorie und Praxis auf eine Weise, die in der deutschen Bildungslandschaft ihresgleichen sucht. Während andere Konferenzen oft im akademischen Elfenbeinturm verharren, setzt der Kongress Ganztagsschule konsequent auf den Transfer in den Schulalltag. Jede Session, jeder Workshop, jede Keynote ist darauf ausgerichtet, dass Teilnehmende am nächsten Montag etwas Neues ausprobieren können.

Geschichte und Entwicklung

Die Wurzeln des Kongresses reichen zurück in die frühen 2000er Jahre, als der Ausbau von Ganztagsschulen in Deutschland politisch massiv vorangetrieben wurde. Das Investitionsprogramm „Zukunft Bildung und Betreuung" (IZBB) pumpte damals vier Milliarden Euro in den Aufbau ganztägiger Schulangebote. Mit dem rasanten Wachstum entstand auch der Bedarf nach einem Ort, an dem Erfahrungen geteilt und Qualitätsstandards diskutiert werden konnten – der Kongress Ganztagsschule war geboren.

Seitdem hat er sich stetig weiterentwickelt. Aus einer überschaubaren Fachtagung ist ein mehrtägiges Großevent geworden, das regelmäßig mehr als 3.000 Teilnehmende anzieht.

Gut zu wissen: Der Kongress Ganztagsschule wird vom Deutschen Schulportal und der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) organisiert. Die DKJS ist eine der größten Bildungsstiftungen Deutschlands und setzt sich seit über 25 Jahren für chancengerechte Bildung ein.

Kernthemen der Konferenz Schulentwicklung

Was steht eigentlich auf dem Programm, wenn sich Deutschlands Bildungsszene trifft? Die Konferenz Schulentwicklung deckt ein breites Spektrum ab – von hochaktuellen gesellschaftlichen Fragen bis hin zu ganz konkreten pädagogischen Methoden. Hier sind die Themenfelder, die regelmäßig im Mittelpunkt stehen:

Digitalisierung und Medienbildung

Kein Bildungskongress kommt heute ohne Digitalisierung aus – und das zu Recht. Wie lassen sich digitale Tools sinnvoll in den Unterricht integrieren? Welche Kompetenzen brauchen Schülerinnen und Schüler für eine digitale Arbeitswelt? Und wie geht man mit Schülerinnen und Schülern um, die zuhause kaum Zugang zu Geräten haben? Diese Fragen werden am Kongress nicht nur theoretisch diskutiert, sondern in Praxisworkshops direkt erprobt.

Inklusion und Umgang mit Vielfalt

Ganztagsschulen sind per Definition Orte der Vielfalt. Kinder mit unterschiedlichen Lernvoraussetzungen, verschiedenen kulturellen Hintergründen und individuellen Bedürfnissen verbringen hier einen Großteil ihres Tages. Wie gelingt inklusive Bildung wirklich? Welche Strukturen braucht eine Schule, damit alle Kinder ihr Potenzial entfalten können? Der Kongress liefert hier keine einfachen Antworten – aber er zeigt, wo es funktioniert und warum.

Schulkultur und Wohlbefinden

Lernen funktioniert nur, wenn Schülerinnen und Schüler sich wohlfühlen. Das klingt banal, ist aber in der Praxis eine enorme Herausforderung. Themen wie Schulklima, Demokratieerziehung, Partizipation und mentale Gesundheit haben in den letzten Jahren stark an Bedeutung gewonnen – und nehmen entsprechend viel Raum auf dem Kongress ein.

Formate und Programmstruktur

Wer zum ersten Mal am Kongress Ganztagsschule teilnimmt, ist oft überwältigt von der schieren Programmfülle. Hunderte von Veranstaltungen in zwei bis drei Tagen – wie behält man da den Überblick? Hier eine Übersicht der wichtigsten Formate:

Format Dauer Teilnehmerzahl Interaktivität Geeignet für
Keynote / Plenarvortrag 45–60 Min. 500–3.000 Gering Überblick & Inspiration
Workshop 90–120 Min. 20–40 Hoch Praxistransfer & Methoden
Fachforum 60–90 Min. 50–150 Mittel Vertiefung & Diskussion
Podiumsdiskussion 60–75 Min. 100–500 Mittel Bildungspolitik & Kontroversen
World Café / Barcamp 120–180 Min. 30–100 Sehr hoch Vernetzung & Co-Creation
Ausstellung / Markt der Möglichkeiten Ganztägig Offen Variabel Materialien & Projekte entdecken
Tipp: Plane dein Programm bereits vorab und buche beliebte Workshops frühzeitig – sie sind oft innerhalb weniger Stunden nach Öffnung der Anmeldung ausgebucht. Nutze die offizielle Kongress-App, um deinen persönlichen Stundenplan zu erstellen und keine Session zu verpassen.

Konkreter Mehrwert für Schulen und Lehrkräfte

Manche Kolleginnen und Kollegen fragen sich: Lohnt sich der Aufwand wirklich? Zwei Tage Abwesenheit, Reisekosten, Vertretungsstunden organisieren – das ist nicht nichts. Meine klare Antwort: Ja, es lohnt sich. Und zwar aus mehreren Gründen.

Netzwerk aufbauen und Isolation überwinden

Lehrkräfte arbeiten oft sehr isoliert. Man ist in seiner Schule, in seinem Klassenzimmer, und der Blick über den Tellerrand fehlt schlicht. Der Kongress Ganztagsschule durchbricht diese Isolation auf einen Schlag. In zwei Tagen knüpfst du mehr relevante Kontakte als in einem ganzen Schuljahr. Und diese Kontakte sind Gold wert: Sie liefern Ideen, Materialien, Mut und manchmal sogar konkrete Kooperationsprojekte.

Praxiserprobte Konzepte direkt mitnehmen

Was auf dem Kongress vorgestellt wird, kommt aus echten Schulen. Keine Laborexperimente, keine Modellprojekte unter Idealbedingungen – sondern Konzepte, die Lehrerinnen und Lehrer unter realen Bedingungen entwickelt und erprobt haben. Das macht den Unterschied. Du weißt: Das funktioniert. Nicht irgendwo, sondern an einer Schule wie deiner.

Fortbildungspunkte und offizielle Anerkennung

Ein nicht zu unterschätzender praktischer Vorteil: Die Teilnahme am Kongress wird in den meisten Bundesländern als offizielle Lehrerfortbildung anerkannt und mit Fortbildungspunkten versehen. Das erleichtert die Genehmigung durch die Schulleitung erheblich.

So bereitest du deine Teilnahme optimal vor

Wer unvorbereitet zum Kongress fährt, verpasst die Hälfte. Wer sich gut vorbereitet, kommt mit einem Koffer voller Ideen zurück. Hier ist meine bewährte Schritt-für-Schritt-Anleitung:

  1. Ziele definieren: Überlege vor der Anmeldung, was du konkret mitnehmen möchtest. Suchst du Lösungen für ein bestimmtes Problem an deiner Schule? Willst du dich zu einem Thema weiterbilden? Oder geht es dir primär ums Netzwerken? Klare Ziele helfen dir, das Programm gezielt zu filtern.
  2. Frühzeitig anmelden: Die Anmeldung öffnet meist mehrere Monate vor dem Kongress. Beliebte Workshops sind schnell voll – also nicht zögern. Frühbucher profitieren oft auch von günstigeren Kongressgebühren.
  3. Programm studieren und Prioritäten setzen: Das Programm umfasst oft 200 bis 400 Einzelveranstaltungen. Nimm dir eine Stunde Zeit, filtere nach deinen Themen und markiere deine Top-Auswahl. Plane auch Pufferzeit ein – spontane Gespräche auf dem Flur sind oft wertvoller als jede Session.
  4. Visitenkarten oder digitale Kontaktdaten vorbereiten: Klingt altmodisch? Ist es nicht. Beim Kongress triffst du viele Menschen, mit denen du in Kontakt bleiben möchtest. Eine einfache Möglichkeit zum schnellen Datenaustausch – ob Visitenkarte oder QR-Code – spart Zeit und Nerven.
  5. Unterkunft rechtzeitig buchen: Hotels in der Kongressstadt sind während des Events schnell ausgebucht. Buche spätestens sechs bis acht Wochen vorher – oder direkt nach der Anmeldung.
  6. Nachbereitung einplanen: Reserviere dir in der Woche nach dem Kongress mindestens zwei Stunden, um deine Notizen zu sichten, Kontakte zu pflegen und erste Ideen in konkrete Maßnahmen zu übersetzen. Ohne Nachbereitung verpufft der Kongress-Effekt schnell.

Kongress Ganztagsschule im Vergleich mit anderen Bildungskonferenzen

Deutschland hat keine Mangel an Bildungskonferenzen. Warum also ausgerechnet der Kongress Ganztagsschule? Ein ehrlicher Vergleich:

Konferenz Fokus Zielgruppe Teilnehmende (ca.) Praxisbezug
Kongress Ganztagsschule Ganztägige Bildung, Schulentwicklung Lehrkräfte, Schulleitungen, Sozialpädagogen 3.000+ Sehr hoch
Didacta Bildungsmesse, breites Spektrum Alle Bildungsbereiche 90.000+ Mittel
EduCamp Digitale Bildung, Barcamp-Format Digital-affine Lehrkräfte 200–500 Hoch
Schulleiter-Kongress Schulmanagement, Führung Schulleitungen 1.000–1.500 Hoch
Deutsche Schulkonferenz Bildungspolitik, Systemfragen Politik, Verwaltung, Wissenschaft 500–800 Gering
Gut zu wissen: Der Kongress Ganztagsschule richtet sich bewusst an Praktikerinnen und Praktiker – nicht primär an Wissenschaftler oder Bildungspolitiker. Das unterscheidet ihn von vielen anderen Konferenzen und macht ihn für Lehrkräfte besonders wertvoll. Rund 70 % der Teilnehmenden kommen direkt aus Schulen.

Zukunft der Ganztagsschule – was der Kongress zeigt

Wer die Themen des Kongresses über die Jahre verfolgt, bekommt ein gutes Gespür dafür, wohin die Reise in der deutschen Bildungslandschaft geht. Und die Richtung ist klar: mehr Individualisierung, mehr Kooperation zwischen Schule und außerschulischen Partnern, mehr Fokus auf Wohlbefinden und mentale Gesundheit.

Besonders spannend: Der Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung im Grundschulalter, der schrittweise ab 2026 greift, wird die Debatte noch einmal grundlegend verändern. Plötzlich geht es nicht mehr nur um Qualität, sondern auch um schiere Kapazität. Wie schafft man in kurzer Zeit genug qualifiziertes Personal? Wie baut man Kooperationen mit Trägern der Jugendhilfe auf? Diese Fragen werden den Kongress in den nächsten Jahren dominieren.

Tipp: Verfolge die Kongressthemen auch zwischen den Veranstaltungen – viele Referentinnen und Referenten teilen ihre Präsentationen und Materialien im Nachgang auf der Kongresswebsite. So profitierst du auch dann, wenn du an einer bestimmten Session nicht teilnehmen konntest.

Häufige Fragen zum Kongress Ganztagsschule

Was ist der Kongress Ganztagsschule und wer kann daran teilnehmen?
Der Kongress Ganztagsschule ist Deutschlands größte Fachkonferenz für ganztägige Bildung. Teilnehmen können Lehrkräfte, Schulleitungen, Sozialpädagoginnen, Bildungsverantwortliche und alle, die sich für Schulentwicklung interessieren.
Wann und wo findet der Kongress Ganztagsschule statt?
Der Kongress Ganztagsschule findet in der Regel jährlich im Herbst statt, meist in Berlin. Der genaue Termin und Veranstaltungsort wird jeweils auf der offiziellen Kongresswebsite bekannt gegeben.
Wie viel kostet die Teilnahme am Kongress Ganztagsschule?
Die Kongressgebühr liegt je nach Buchungszeitpunkt und Teilnehmerstatus zwischen 80 und 250 Euro. Frühbucher und Mitglieder von Partnerorganisationen erhalten in der Regel vergünstigte Konditionen.
Wird die Teilnahme am Kongress als Lehrerfortbildung anerkannt?
Ja, in den meisten Bundesländern wird die Teilnahme am Kongress Ganztagsschule als offizielle Lehrerfortbildung anerkannt und mit Fortbildungspunkten versehen. Die genaue Anerkennung hängt vom jeweiligen Bundesland ab.
Welche Themen werden auf der Konferenz Schulentwicklung behandelt?
Die Konferenz Schulentwicklung behandelt Themen wie Digitalisierung, Inklusion, Schulkultur, Kooperation mit außerschulischen Partnern, Personalentwicklung und die Umsetzung des Rechtsanspruchs auf Ganztagsbetreuung.
Gibt es auch Online-Angebote oder hybride Formate beim Kongress?
Ja, seit 2020 werden zunehmend hybride und digitale Formate angeboten. Einzelne Keynotes und Fachforen werden live gestreamt, sodass auch Teilnehmende ohne Anreise von ausgewählten Inhalten profitieren können.
Wie kann ich mich für den Kongress Ganztagsschule anmelden?
Die Anmeldung erfolgt online über die offizielle Kongresswebsite. Sobald das Programm veröffentlicht wird, können Workshops und Fachforen direkt bei der Anmeldung gebucht werden.
Meine Empfehlung: Wenn du nur eine einzige Bildungsveranstaltung im Jahr besuchst, dann lass es den Kongress Ganztagsschule sein. Nicht wegen der großen Namen auf der Bühne – sondern wegen der Gespräche in den Pausen, der Workshops mit Kolleginnen aus Bayern oder Hamburg, und wegen des Gefühls, dass du mit deiner Arbeit nicht allein bist. Bildung ist kein Einzelsport. Der Kongress erinnert uns daran – jedes Jahr aufs Neue. Mein Rat: Frühzeitig anmelden, Ziele setzen, offen bleiben für das Unerwartete. Du wirst nicht enttäuscht sein.